08. August 2015

08. August 2015

08. August 2015

8. August - Der Weltkatzentag!

 

Vor einiger Zeit hatten wir darüber berichtet, was es eigentlich mit diesem Tag auf sich hat. Wie ihr ja wisst, stehen Katzen, deren artgerechte Haltung sowie ihre individuellen Bedürfnisse für uns bei der Entwicklung und Fertigung unserer mysecretcat-Kreationen im Mittelpunkt.

Zudem haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, über die Natur der Katze aufzuklären, (künftige) Katzenbesitzer für das Verhalten sowie für die Bedürfnisse ihrer Stubentiger zu sensibilisieren und uns gegen Vernachlässigung und Misshandlung von Katzen einzusetzen. Unter diesem Motto stehen auch unsere Beiträge, die wir im August anlässlich des Weltkatzentages noch veröffentlichen werden. Wir freuen uns sehr, wenn Ihr uns unterstützt, indem Ihr diese fleißig teilt ... und hier folgt der erste Beitrag unserer August-Reihe :)

 

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ERST VERGÖTTERT - DANN VERTEUFELT UND HEUTE DAS BELIEBTESTE HAUSTIER - ODER: WIE DER MENSCH ZUM DOSENÖFFNER WURDE...

 

Wie konnte die Katze, im Vergleich zu anderen Tierarten, dem Menschen so wichtig werden, dass sie sogar einen eigenen Tag bekommt?

 

Bereits vor 10.000 Jahren sollen Menschen und Katzen den Weg zueinander gefunden haben. Und wie sollte es anders sein, alles begann mit dem Futter. :)

 

Die Falbkatze ist die wilde Vorfahrin unserer heutigen Hauskatze. Als opportunistische Jägerin suchte sie ihre Beute dort, wo sie am leichtesten zu finden war. Als der Mensch mit dem Ackerbau begann und Getreidespeicher anlegte, zog er damit die Mäuse an, diese dann wiederum die Katzen. Ob nun die Menschen die Katzen in ihrer Nähe duldeten oder eher die Katzen den    Menschen… es war wohl einfach eine perfekte Zweckgemeinschaft. Nach und nach lernte man einander immer mehr kennen und lieben. Die Menschen stellten den Katzen sogar kleine Leckereien bereit, um diese zum Bleiben zu bewegen. Was offensichtlich gelang, denn aus der Zweckgemeinschaft wurde Freundschaft. :)

 

Als Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe, der Freude und des Tanzes verehrten die Ägypter     Bastet, die als Katze oder als Frau mit Katzenkopf dargestellt wurde. Dass Katzen sogar mumifiziert und mit Grabbeigaben bestattet wurden, hat wohl jeder im Geschichtsunterricht gehört. Aber auch im römischen Reich, in Griechenland, Skandinavien, China, Indien und wer weiß wo noch, wusste man ihre Gesellschaft zu schätzen. Nicht in jeder Kultur hatte die Katze einen so hohen Stellenwert oder war Bestandteil religiöser (Opfer-) Zeremonien wie in Ägypten, dennoch verehrten sie alle die eine oder andere Göttin in Katzengestalt. Nicht nur in Ägypten fand man Katzen in Grabkammern.

 

Katzen sind gebärfreudig, liebevoll umsorgen sie ihre Jungen und beschützen sie. Da ist es naheliegend, dass sie mit dem Mutterkult in Verbindung gebracht wurden und für Fruchtbarkeit, Überfluss und Geburt standen. Auch die Mondphasen spielten damals eine zentrale Rolle. Und mal ehrlich, wenn sich die Pupillen der Katze vergrößern oder zu Schlitzen verengen, erinnert das schon wirklich sehr an den ab- und zunehmenden Mond. Also, wen wundert´s? :)

 

Im Mittelalter galt die Katze zwar auch noch als ein mystisches Wesen, allerdings als ein dämonisches und unglückbringendes, welches mit dem Teufel im Bunde war. Wurde sie anfangs noch zusammen mit der Mutter Maria dargestellt, so machte sie die Kirche alsbald für Krankheiten und Unfälle verantwortlich, sah in ihr die Verkörperung des Bösen und die Gefährtin von Hexen.

 

Der einst gute Hausgeist, wurde zum Nutztier degradiert, sie war kein Haustier und liebgewonnener Begleiter mehr, sie war Mäusejäger und Pelzlieferant, ihre Körperteile wurden zu Heilzwecken eingesetzt, man begrub sie beim Hausbau im Fundament, als Zeichen für den Sieg über das Böse, sie wurde gequält, ertränkt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zahme Katzen waren selten. Die Menschen hatten die Katzen vertrieben, den Ratten und der Pest damit allerdings Tür und Tor geöffnet. Man könnte fast meinen, die Menschen mussten für ihre Gräueltaten an den Katzen bezahlen…. Schon in alten Zeiten sagte man Katzen Unabhängigkeit, aber auch Toleranz nach, so haben sie sich zwar vom Menschen zurückgezogen, uns dennoch aber nie ganz verlassen.

 

Allerdings mussten viele Jahrhunderte vergehen, bis der Mensch die wahre Natur der Katze   wieder erkannte und wertschätzte, schließlich sogar begann, sie zu züchten. Aber was genau ist es, was die Katze heute, noch vor dem Hund, zum beliebtesten Haustier macht?

 

Obwohl der Mensch eine grds. nach Macht strebende Spezies ist, er so viele andere Tiere „zur Auswahl“ hat, macht er sich selbst zum Katzenpersonal. Hat sich der Mensch die Katze „zurückgeholt“, bewusst ihr Wohlwollen zurückerobert? Oder war es die Katze, die wieder die Nähe zum Menschen gesucht hat? Entscheiden wir uns wirklich selbst für ein Leben als Dosenöffner oder bringt uns in Wahrheit doch die Katze dazu? Heißt es nicht, die Katze sucht sich ihren Menschen aus?

 

Und was finden Katzen eigentlich an uns Menschen, dass sie unsere Gesellschaft, die „Gefangenschaft“ der vollkommenen Freiheit vorziehen? Sind sie im tiefsten Inneren doch noch immer die Wildkatze, die sie einst waren. Abgesehen vielleicht von Wohnungskatzen, sind sie im Grunde nicht auf den (einen) Menschen angewiesen und doch kehren Freigänger immer wieder nach Hause zurück.

 

Die Katze ist das wohl am intensivsten erforschte Haustier. Zwar konnten bis heute nicht alle Fragen beantwortet werden, in einigen Punkten bleibt sie uns weiterhin ein Rätsel, aber die zahlreich gewonnen Erkenntnisse, lassen uns ihr Wesen, ihre Sprache, ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse besser verstehen. Die vorherrschende Meinung ist jedoch noch immer, die Katze sei das pflegeleichteste und unkomplizierteste Haustier, welches die meiste Zeit schläft, verschmust ist, Streicheleinheiten liebt, gerne kuschelt und für deren Haltung es lediglich eine Katzentoilette, Näpfe, einen Kratzbaum und die eine oder andere Spielmaus braucht. Zu oft dienen kleine, süße Kätzchen als augenscheinlich perfektes Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk für den Nachwuchs, dessen Anschaffung aber in den meisten Fällen nicht wohl überlegt ist.

 

Unbedarfte Katzenbesitzer müssen - nicht selten leidvoll - erfahren, dass die im Schnitt 15 Jahre währende Beziehung doch mehr abverlangt, bereuen diese jedoch nicht, stellen sich auf die  Katze und ihre Bedürfnisse ein, leben glücklich zusammen und können sich ein Leben ohne den anderen nicht mehr vorstellen. Andere wiederum sehen ihre anfängliche Meinung über Katzen bestätigt, glauben, gut für ihre Katze zu sorgen, aber tatsächlich bemerken sie es häufig nicht einmal, wenn ihrer Katze etwas fehlt, es ihr gar schlecht geht. Und dann gibt es diejenigen,   deren Erwartungen schlichtweg enttäuscht werden, deren Lebensplanung mit Katze nicht zu  Ende gedacht war, sie beenden die Beziehung zu ihrer Katze meist frühzeitig, entledigen sich   ihrer und scheren sich - im schlimmsten Fall - keinen Deut um deren Schicksal. Ein Katzenjammer ...

 

Erfahrt schon bald mehr über "Das angeblich pflegeleichteste und unkomplizierteste Haustier - oder: Das wahre Leben als Katzenpersonal."

 

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